Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
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"Synagoge in Vöhl"
Link zur Veranstaltungsreihe 2021

Bereits gesehen 2006



Freitag, 17.3.2006
32. Synagogenkonzert
M
usik zum 100. Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer:
Siegfried Fietz: "Von guten Mächten wunderbar geborgen"
Gemeinsame Veranstaltung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Vöhl,
des Gemeinschaftswerks der Ev.-Luth. Gebetsgemeinschaften e.V. Asel
und des Förderkreis "Synagoge in Vöhl" e.V.: (Eintritt: 8 €)


Sonntag, 26.3.2006
33. Synagogenkonzert
der Chor A TEMPO
aus Kassel singt Lieder der Welt
Die 40 SängerInnen zwischen 40 und 65 Jahren singen Chorsätze
aus verschiedenen musikalischen Kulturen in der Originalsprache.
(Eintritt frei, Spenden erbeten)


Samstag, 13.5.2006
34. Synagogenkonzert
Colalaila Classic mit der "Queen of Klezmer" Irith Gabriely (Eintritt: 10 €)


Mittwoch, 19.7.2006
35. Synagogenkonzert (im Rahmen des Nordhessischen Kultursommers)
Liquid Soul - Musik aus Luft und Wasser (Eintritt)


Samstag, 9.9.2006
36. Synagogenkonzert (im Rahmen der Reihe "Hör-Mal im Denkmal";
gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und
die Sparkasse Waldeck-Frankenberg)
Ensemble Noisten (Eintritt: 10 €)


Samstag, 7.10.2006
37. Synagogenkonzert
StimmZoo – A-Capella-Gesang aus Marburg (Eintritt: 8 €)


Donnerstag, 9.11.2002
Andacht und Gedenkfeier zur Progromnacht


de:Hans Poelzig, Golem 1920 Poster, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Samstag. 11.11.2006
38. Synagogenkonzert
Der Golem
Drei Künstler haben die Vöhler Synagoge für die „Welturaufführung“ eines ehrgeizigen
Projekts ausgewählt: eine Multi-Media-Performance der ganz besonderen Art,
eine noch nie da gewesene Collage aus Film, Livemusik und Lesung.
Der Stummfilm wird live begleitet von Pierre Pouget (Komposition, Gitarre, Klangkulissen),
Gabriela Kaufmann (Klezmerklarinette) und Alexander May (Lesung).
Die DVD ist erhältlich bei Transit-Film
Fortsetzung
Im Mittelpunkt steht Paul Wegeners Meisterwerk des deutschen expressionistischen Kinos DER GOLEM, gedreht 1920. Der Film spielt im 16. Jahrhundert in Prag. Rabbi Löw, der geistliche Führer der jüdischen Gemeinschaft in Prag, haucht einer Lehmstatue Leben ein. Der Koloss rettet dem Kaiser das Leben, worauf dieser ein Dekret widerruft, das die Vertreibung der Juden aus Prag verordnet hatte. Als sich der Golem in Folge einer verhängnisvollen Konstellation der Gestirne gegen seinen Schöpfer auflehnt, bricht ein kleines Mädchen seine Lebenskraft.

Gabriela Kaufmann, Pierre
Pouget
© Dr. Lothar Jahn

Alexander May in der
Synagoge Vöhl; 11.11.2006
© Dr. Lothar Jahn

 Pierre Pouget lebt von seinem Instrument und für es. Aufgewachsen als Spross einer Pariser Künstlerfamilie begann er im Alter von sieben Jahren Gitarrenunterricht zu nehmen. An der Pariser Musikhochschule, an der auch einmal Claude Debussy, Erik Satie und Quincy Jones eingeschrieben waren, studierte Pouget bei Alexandre Lagoya Komposition, Kontrapunkt und klassische Gitarre. Er arbeitete als Komponist in Bremen mit dem Regisseur George Tabori zusammen und schrieb er Musiken für das Tanztheater von Pina Bausch in Wuppertal, für das Kabarett Die Wühlmäuse in Berlin. Mit eigenen Solo-Programmen trat er in diversen Clubs und Kleinkunstbühnen auf. Der Gitarrenakrobat beherrscht mühelos die Kunst der Saitensprünge zwischen allen Stilen. Von französischem Cancan bis zu Balkan, von Barock bis Rock, von Raga bis Ragtime macht seine sechssaitige Partnerin alles mit: Pouget setzt Gitarre und Effektgeräte auf vielfältigste Art und Weise ein, spielt das Instrument mit dem Geigenbogen an, trommelt beidhändig auf den Saiten, variiert die Rhythmen, steigert sie und streichelt die Saiten, bis die Gitarre schnurrt wie ein zufriedener Kater. Auch auf die konventionelle Handhabung als Begleitinstrument verzichtet er nicht.

Gabriela Kaufmann ist Preisträgerin des Internationalen Kammermusikwettbewerbs in Privas (Frankreich). Nach ihrer Ausbildung bei Professor Hans Deinzer, Hannover hat sie lange Jahre bei Giora Feidman studiert. Zahlreiche Radio-, Rundfunk- und CD-Aufnahmen sowie ihre Mitwirkung bei „l'Art pour l'Art“, dem „Ensemble 13“ haben sie als außergewöhnliche Interpretin klassischer, romantischer und besonders neuer Musik bekannt gemacht und mit Musikern wie Hans Werner Henze und Karlheinz Stockhausen zusammen arbeiten lassen. Den Liebhabern von Klezmer-Musik ist sie als Klarinettistin der Gruppe „Klezmers Techter“ ein Begriff.

Parallel zu dieser spannungsvollen Mischung aus speziell für diese Performance komponiertem Soundtrack und traditioneller jiddischer Musik wird Alexander May aus dem Buch „Golem“ von Gustav Meyrink lesen, einem Klassiker der phantastischen Literatur. May wurde an der Düsseldorfer Schauspielschule noch unter Gustaf Gründgens ausgebildet. Sein Theaterweg führte ihn über die Münchener Kammerspiele, an denen er als Dramaturg tätig war, als Intendant und Geschäftsführer ans Niedersächsische Staatsschauspiel nach Hannover. Hier wurde sein langjähriges Wirken 1993 mit dem Niedersächsischen Kunstpreis belohnt. May spielte auch immer wieder in anspruchsvollen Filmproduktionen mit. Als "Opas Kino" im Sterben lag, war er in Vojtech Jasnys "Ansichten eines Clowns" zu sehen, für seine Darstellung in der "Tätowierung" von Johannes Schaaf, erhielt er 1968 den Bundesfilmpreis. Eine Produktion jüngeren Datum ist "Viehjud Levi" von Didi Danquart. Sein Gesicht ist dem breiten Publikum aus TV-Produktionen wie "Zweite Heimat" von Edgar Reitz oder der TV-Serie "Freunde fürs Leben“ bekannt.

Alexander May, Pierre Pouget, Gabriela Kaufmann © Walter Schauderna

Gabriela Kaufmann und Pierre Pouget © Walter Schauderna

Der Golem

Die Handlung von Paul Wegeners berühmtem Stummfilm von 1920 "Der Golem : Wie er in die Welt kam“ spielt im mittelalterlichen Ghetto von Prag und am Hof des Kaisers. Sie erzählt die Geschichte vom Hohen Rabbi Löw, der in der Stunde höchster Bedrängnis aus einem Klumpen Lehm ein mit übernatuerlichen Kräften ausgestattetes Wesen mit Namen `Golem` schafft und so die Juden vor der Vertreibung rettet. Gleichzeitig beschwört er aber auch ihren drohenden Untergang herauf, als er es versäumt, den lebensspendenden Namen wieder zu entfernen, und sein Geschöpf zum rasenden Vernichtungswerkzeug wird. Die Entstehung des Lebens als das grösste, bis heute unentschlüsselte, aller Wunder taucht als magische Vorstellung in den Überlieferungen vieler Kulturen und zu allen Zeiten auf. Der Kern des jüdischen Mythos vom Golem geht bis auf die Bibel zurück, wo es in den Psalmen heisst “Deine Augen sahen meinen Golem...“. Nach talmudischer Auslegung soll Adam diese Worte zu Gott gesprochen haben, und mit `Golem` ist der Zustand des Menschen gemeint, bevor er eine Seele hat.

bei den Proben © Walter Schauderna

bei den Proben © Walter Schauderna

Die Geschichte vom Golem hat sich durch die Jahrhunderte verändert und erweitert. Sie war ursprünglich Ausgangspunkt religiöser Diskussionen über den Weg des Menschen zu Gott, seine Vervollkommnung und seine Hybris, diente späteren Jahrhunderten zur Verklärung grosser Rabbis, denen das Vollbringen des magischen Aktes zugeschrieben wurde - wie eben jenem Rabbi Löw von Prag, der tatsächlich Umgang mit Kaiser Rudolf II. gehabt hat und ihn durch die Erfindung der “Laterna Magica“ verblüfft haben soll, und war schliesslich immer wieder eine Metapher des Überlebenswillens in Zeiten der Verfolgung.

im Film: Paul Wegener, Darsteller des Golem und Regie © Walter Schauderna

Immer aber hat der Golem die Künstler - jüdische und nicht- jüdische - fasziniert, die sich sowohl im Geheimnis des schöpferischen Aktes als auch in der ihm innewohnenden zerstörerischen Potenz gespiegelt sahen. Vor allem die Dichter konnten der phantastischen Mischung aus Mystik, Horror und Science-Fiction ebenso wenig widerstehen wie der grundlegenden Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnis.

Film - Schlusseinstellung © Walter Schauderna

Wegeners filmische Adaption bezieht seine Inspiration aus vielen Quellen und setzt die Ambivalenz des Stoffs in eine konsequente - formale wie inhaltliche - Zwei-Welten-Struktur um. Hans Poelzigs berühmte Judenstadt mit ihrer rhythmischen Architektur aus spitz zulaufenden Vertikalen und schwingenden Ellipsen wird kombiniert mit weich verschwimmenden oder dramatisch ausgeleuchteten Stimmungsbildern. Die Schnitt-Technik setzt die jüdische Welt hinter den engen Mauern des Ghettos mit ihren magischen Geheimnissen und ihrer tiefen Spiritualität, aber auch dem Taumel der robusten Komik der Volksszene, gegen die weite Landschaft jenseits der Tore, den zierlichen Prunk und die weitläufige Oberflächlichkeit des Kaiserhofes.

Heute gilt der “Golem“ als Meisterwerk des deutschen Expressionismus !



Sonntag, 12.11.2006
Feierstunde anlässlich der Fertigstellung des Sakralraums
Ansprachen und Grußworte:
1. Vorsitzender des Förderkreis "Synagoge in Vöhl" e.V. Kurt-Willi Julius
Architekt Claus Hömberg
Bürgermeister der Großgemeinde Vöhl Harald Plünnecke 
Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Waldeck Frankenberg Peter Niederstraßer
Fortsetzung
Kurt-Willi Julius, 1. Vorsitzender des Förderkreis "Synagoge Vöhl"
© Walter Schauderna


Architekt Claus Hömberg
© Walter Schauderna

Bürgermeister Großgemeinde Vöhl Harald Plünnecke
© Walter Schauderna

Erster Kreisbeigeordneter Landkreis Waldeck- Frankenberg Peter Niederstraßer
© Walter Schauderna

Chorgemeinschaft Vöhl/Basdorf
© Walter Schauderna

Der Vöhler Kirchenchor
© Walter Schauderna



Samstag, 9.12.2006
39. Synagogenkonzert
Schubertiade

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