Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
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Link zur Veranstaltungsreihe 2021

Sonntag, 29. Januar 2017, 16.00 Uhr, „Ich bin zu brechen, aber nicht zu biegen"

„Ich bin zu brechen, aber nicht zu biegen"

Prof. Dr. Dietfrid Krause-Vilmar liest in Vöhl aus Gedichten und Briefen von Kurt Finkenstein

Passend zum Holocaust-Gedenktag eröffnet der „Förderkreis Synagoge in Vöhl“ sein Jahresprogramm mit dem Kasseler Kommunisten und Juden Kurt Finkenstein, der im Januar 1944 im Alter von 50 Jahren in Auschwitz ermordet wurde. Am Sonntag, 29. Januar, 16 Uhr, liest der Kasseler Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Dietfrid Kraus-Vilmar in der ehemaligen Vöhler Synagoge aus Briefen und Gedichten Finkensteins.

Kurt Finkenstein stammte aus Straßburg; seine Mutter war polnische Jüdin, sein Vater deutscher Offizier.
Er erlernte den Beruf eines Zahntechnikers, war Schriftsteller und Freigeist, wurde im Ersten Weltkrieg zum Pazifisten, in der Zeit der Weimarer Republik war er zeitweise auch Mitglied der Kommunistischen. Vom Juli 1935 bis Januar 1944 war er unschuldig eingesperrt, im Zuchthaus Kassel-Wehlheiden, im Lager Breitenau und in Auschwitz. In diesen Haftjahren entstanden seine Briefe und Gedichte an seine Lebensgefährtin Käte Westhoff. Eine souveräne geistige und moralische Haltung kommt darin zur Sprache, die der Blut- und Bodenmystik der Nazis diametral entgegengesetzt war. Freiheit, Weltoffenheit, Recht und Rechtsstaat, vor allem aber Frieden und Menschenliebe waren für Finkenstein feste Bezugspunkte seines Denkens und Handelns.     


Stolperstein Kurt Finkenstein, CC BY-SA 3.0

Foto: Gedenkstätte-Breitenau

Rechts Kurt Finkenstein, links der für ihn gesetzte „Stolperstein“ in Kassel, Kathäuser Straße

Der Kasseler Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Dietfrid Krause-Vilmar hatte 2001 in einer umfassenden und wissenschaftlich fundierten Edition Finkensteins ,,Briefe und Gedichte aus der Haft" veröffentlicht. Jetzt hat er mit dem Büchlein ,,Kurt Finkenstein - ,,Ich bin zu brechen, aber nicht zu biegen" eine kleine Auswahl daraus veröffentlicht.

Krause-Vilmar, der mit dem Förderkreis seit seiner Gründung eng verbunden ist, wird in der Vöhler Synagoge einige der Briefe Finkensteins vortragen und kommentieren. Die Lesung wird begleitet von den Jazzmusikern Stefan Metz (Tenorsaxophon) und Natsuko Inada (Piano).

Sonntag, 12. Februar 2017 , 19.00 Uhr, PAUL HOORN & FREUNDE


141. Synagogenkonzert

PAUL HOORN & FREUNDE

Weit von hier, hier vor meiner Tür - Lieder und Geschichten vom Innen und Außen der Welt

In diesem Programm erzählen die drei singenden InstrumentalistInnen von sich selbst und von dem, was sie um sich herum wahrnehmen. Gegensätze wie WEIT und NAH, INNEN und AUSSEN werden aufgehoben oder besonders behauptet. Der wunderbare Titel ist der Beginn eines Liedes von Rio Reiser, dem großen anarchischen Gefühlsmenschen, der so einprägsame Geschichten singen konnte… sehr oft kommt in Wort und Gesang der französische Dichter Jacques Prevért zu Wort, er erzählt unendlich vielfältig von den Dingen, die uns Menschen immer wieder beschäftigen. Die Auswahl aller Texte und Lieder des Abends ist äußerst vielfältig – alte Gesänge aus Italien und Chansons von Friedrich Hollaender und Kurt Weill haben ihren sinnvollen Platz neben Rockballaden und dem expressiven Gesang eines Vladimir Vyssockij oder dem

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Samstag, 4. März 2017, Einladung zu einer Protestkundgebung

 

Unsere Kampagne gegen die Flüchtlingspolitik der Bundes- und Landesregierungen

setzen wir fort.

Am Samstag, 4. März 2017, findet von 14 bis 16 Uhr eine Protest-Kundgebung auf dem Kirchplatz in Bad Arolsen statt. Zusammen mit vielen Partnern – Parteien, Gewerkschaften, Bürgerbündnissen, Flüchtlingsnetzwerken – hoffen wir auf eine starke Beteiligung.

Das Vöhler Flüchtlingsnetzwerk hat einen Bus gechartert, der Vöhler Betreuer/innen und Flüchtlinge von Vöhl nach Bad Arolsen bringt.

 

Die Abfahrtzeiten:

Herzhausen, Bürgerhaus „Alte Schule“               12.35 Uhr

Vöhl, Sparkasse                                                    12.45 Uhr

Marienhagen, Bushaltestelle Ortsmitte                 12.50 Uhr

Dorfitter, Parkplatz beim Friseur Haas                  12.55 Uhr

 

Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung!

Petition an den Innenminister zum Downloaden (*.pdf)

 

Samstag, 25. März 2017, 19.00 Uhr, TRIO MACCHIATO


142. Synagogenkonzert

TRIO MACCHIATO

Orient Express

Das Trio Macchiato, 2007 mit einer einfallsreichen Hommage an die Kaffeehäuser des Mittelmeeres bekannt geworden und für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert, besteigt mit seinem gleichnamigen Programm den Orient Express. Man fährt mit Musette und Tango durch Frankreich, überquert mit Alphorn, Jodeldihö und einer waghalsigen Version des Italo-Klassikers „Due soldi“ die Alpen, wird vom melancholischen „Wiener Leid/Lied“ gerührt und von James Bonds „Liebesgrüßen aus Moskau“ geschüttelt; durchstreift mit Roma, Juden und Thrakern den Balkan, bevor

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Samstag, 22. April 2017, 20.00 Uhr, MAX CLOUTH CLAN


143. Synagogenkonzert

MAX CLOUTH CLAN

Indian Jazz Guitar

„Return Flight“, der Titel des neuen Albums, der für Max Clouth gleich mehrere Bedeutungen hat, Flug, Flucht und den Lauf der Dinge beinhaltet, ein Hin und Zurück – zentrales Thema: Unterwegs sein.

Max Clouth verbindet die Tradition der Jazzgitarre mit Elementen nord- und südindischer Musik. Seine Musik reicht von intensiven, eingängigen Kompositionen über indische Phrasierungstechniken bis zu virtuoser Gitarrenarbeit und behält trotz innovativer Ansätze den Respekt vor der Tradition der Jazzgitarre bei. Subtil, nicht plakativ ist die Devise.Nur einmal erklingt die indische Langhalslaute mit ihren so typischen flirrenden Borduntönen. Im Titelsong der Platte, gespielt von Hindol Deb.

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Samstag, 06. Mai 2017, 20.00 Uhr, TSCHING


144. Synagogenkonzert

TSCHING

Geschichten aus der ganzen Welt

Der Musikstil Tsching, den das Berliner Trio gleichen Namens begründete, ist eine Melange aus Weltmusik, Jazz, Tango, moderner Klassik, altem regionalen Liedgut sowie Musik aus dem Balkan und Osteuropa. Die außergewöhnlichen Klangfarben von Cello (Franziska Kraft), Saxophon (Helmut Mittermaier) und Gitarre (Ben Aschenbach) erzählen Geschichten von virtuosem Übermut, sehnsuchtsvollen Balladen, Melancholie und pulsierenden Tanzrhythmen. Mit  der Spiel- und Experimentierfreude des Jazz und der Liebe zum Detail eines fast klassischen Kammermusikensembles setzt sich Tsching über stilistischen Grenzen und musikalische Konventionen hinweg und kreiert ein eigenes künstlerisches Genre zwischen Urbanität und

Weiterlesen: Samstag, 06. Mai 2017, 20.00 Uhr, TSCHING

Freitag, 19. Mai 2017, 20.00 Uhr, Karen Franklin: „Geld für Menschenleben“

Karen Franklin

„Geld für Menschenleben“

Karen Franklin, Direktorin der Abteilung Familienforschung des Leo Baeck Instituts in New York und Mitwirkende im Council of American Jewish Museums und im International Council of Museums (ICOM), erzählt in ihrem Vortrag, wie in den 30er und 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts 200 europäische Juden mit Hilfe eines Fonds der deutsch-amerikanischen Bankiersfamilie Lehman gerettet werden konnten.
Zu Beginn des Abends gibt ein kurzer Filmausschnitt Einblick in einen Schabbat-Gottesdienst in der Synagoge „Temple Beth Elohim“ in Wellesley, Massachusetts. 
(Eintritt frei, um Spende wird gebeten)

Samstag, 10. Juni 2017, 20.00 Uhr, TRIO LUMINARE


146. Synagogenkonzert

TRIO LUMINARE

Musikalische Reise zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik

Trio Lumimare - das sind: Michaela Neuwirth (Querflöte), Iris Werhahn (Cello) und Mathias Schabow (Piano) und sie interpretieren auf außergewöhnliche Art und Weise Kompositionen des Pianisten.

Michaela Neuwirth studierte zunächst klassische Querflöte am Frankfurter Konservatorium und anschliessend, nachdem sie ihre Leidenschaft für die improvisierte Musik entdeckt hatte, Jazz- undPopularmusik an der Frankfurter Musikhochschule.

Die aus Berlin stammende Iris Werhahn studierte Violoncello an der Musikhochschule Freiburg, wo sie 2014 ihr künstlerisches Diplom ablegte. Während ihrer Studienzeit war sie neben der klassischen Celloausbildung auch im Jazz-und Popbereich sehr aktiv.

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Freitag, 25. August 2017, 20.00 Uhr, Freies Theater Fulda: „Fluchtgedanken“

Freies Theater Fulda

Fluchtgedanken“

In den vergangenen drei Generationen haben Menschen verschiedener Erdteile aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimat verlassen und versucht in Deutschland eine neue Heimat zu finden: die Heimatvertriebenen nach dem 2. Weltkrieg, die Gastarbeiter nach dem Gastarbeiter-Abkommen vom Dezember 1955, die Spätaus-siedler und nicht zuletzt die Flüchtlinge aus Krisengebieten.
Die Schauspieler verleihen denen eine Stimme, die ansonsten selten zu Wort kommen.

Eintritt: 8,00 € (für Flüchtlinge frei, um Platzreservierung wird gebeten)


Sonntag, 10. September 2017, 19.00 Uhr, HELMUT EISEL & JEM feat M. SCHLUBECK


147. Synagogenkonzert

Tag des offenen Denkmals 2017

HELMUT  EISEL & JEM feat. MATTHIAS SCHLUBECK

Klezmer trifft Panflöte

Don Juan ist der Inbegriff des Verführers. Doch wie viel leichter noch hätte er seine Eroberungen machen können, hätte er Klarinette gespielt! Warme, umschmeichelnde Töne, lockende Schnalzer, ein augenzwinkernder Scherz zwischendurch... Oder doch lieber die Panflöte, mit deren klanglichem Schmelz schon ihr Namensgeber auf wahrhaft göttliche Weise die Nymphen betörte? Aber warum eigentlich Entweder - Oder?

Das Klezmertrio Helmut Eisel & JEM hat sich neben seiner Stammbesetzung mit Klarinette, Gitarre und Kontrabass kurzerhand den virtuosen Panflötisten Matthias Schlubeck ins Boot geholt, um alle Register der Verführungskunst zu ziehen und im musikalischen Dialog der Instrumente die Luft zum Flirren zu bringen. Dabei zieht das Ensemble seine Inspiration ebenso unverblümt aus Mozarts klassischer Don Giovanni-Vorlage wie aus der folkloristischen Klezmer-Tradition. Beiden begegnen Eisel, Schlubeck & Co. auf überraschend unkonventionelle und garantiert unwiderstehliche Weise: fröhlich swingend und in mal sanft-melancholischen, mal himmelhoch jauchzenden Klezmerfarben.

Klezmer und Panflöte - das ist Musik, die behutsam, aber gründlich unter die Haut geht und dabei immer wieder auch ausgelassen die Champagnerkorken knallen lässt. Musik zum Verführen, Musik zum Verlieben!

Helmut Eisel – Klarinette; Matthias Schlubeck – Panflöte; Michael Marx – Gitarre, Stimme
Stefan Engelmann – Kontrabass

Info: www.helmut-eiselt.de

 (Kooperation mit Sparkassen-Kulturstiftung ist geplant (Eintritt 10,00 €)

ansonsten höherer Eintrittspreis

Samstag, 7. Oktober 2017, 20.00 Uhr, Christian Backhaus & Masako Ono

148. Synagogenkonzert


Christian Backhaus & Masako Ono

Franz Schuberts   „Winterreise“ op. 89 D 911 (1827)

Seit dem gemeinsamen Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig musiziert das Duo sehr erfolgreich und konnte bei zahlreichen Liederabenden das Publikum für sich gewinnen. Der ausdrucksstarke Bariton tritt als Opernsänger und mit verschiedenen Rundfunkchören europaweit auf. Masako Ono, mittlerweile Solorepetitorin an der Leipziger Musikhochschule, begleitet Backhaus am Klavier mit sensibelsten Nuancen und Schattierungen.
Franz Schuberts „Winterreise“ gilt neben dem Zyklus „Die schöne Müllerin“ als Höhepunkt der Gattung Liederzyklus und des Kunstlieds.
Um Platzreservierung wird gebeten.

Samstag, 11. November 2017, 19.00 Uhr, ENSEMBLE FISFÜZ


149. Synagogenkonzert

ENSEMBLE  FISFÜZ

BONSAI - 20 years of oriental jazz

Das Oriental Jazz Trio ensemble FisFüz präsentiert mit BONSAI seine neu erschienene Jubiläums-CD und widmet sich in seinem Konzertprogramm noch einmal den wichtigsten Stationen seiner gemeinsamen musikalischen Reise - mit größter Hingabe und einer 20-jährigen Reife!

In 20 Jahren gemeinsamen Schaffens hat das in Freiburg gegründete Trio eine individuelle Tonsprache entwickelt, die zu einem unverwechselbaren Sound geworden ist - mit Klarinette, Ud und Perkussion, im Zusammenspiel fast zum Klang eines einzigen Instruments verschmolzen.

FisFüz hat sich damit eine "Heimat aus Tönen" geschaffen, jeder einzelne schöpft aus seinen musikalischen und kulturellen Wurzeln und gemeinsam brechen sie zu Neuem auf:

Weiterlesen: Samstag, 11. November 2017, 19.00 Uhr, ENSEMBLE  FISFÜZ

Samstag, 9. Dezember 2017, 19.00 Uhr, Paul Hoorn & Freunde


150. Synagogenkonzert

Paul Hoorn & Freunde

„Wir Waisen aus dem Abendland“

Vom Verlust heimatlicher Wurzeln und von einigen Wiederentdeckungen im östlichen Licht

In unserem neuen adventlich-weihnachtlichen Programm wird die abendländische Kultur anhand des nach wie vor beliebtesten Festes der Europäer und ihrer Wirtschaft kritisch und nachdenklich untersucht.

Aus der Perspektive des Abendlandes beginnen wir ein Gespräch mit dem Orient, durch das verschüttete Wurzeln des Okzidents wieder auffindbar werden.

Manchmal dreht sich der Blick um: da betrachtet das Morgenland Europa durch die Brille der Musik und der Poesie… was zu unerhörten Entdeckungen führt.

Das wird authentisch und spannend durch die Anwesenheit des klassisch-persischen Musikers Ali Pirabi, der unser Programm als Gast bereichert und als Freund mitten im Geschehen ist. Er floh vor einigen Jahren aus dem Iran und hegt als Vertoner Hafez´scher Verse eine große Liebe zur iranischen Musik und Literatur und gleichzeitig auch zur europäischen Musik und zur christlichen Kultur.

Auch das ist eine Herausforderung für diejenigen Europäer, die zwar in großer Kenntnis ihrer Traditionen dennoch die unmittelbare Verbindung zu Religion und Tradition ihrer Vorfahren verloren haben, zu denen wir uns auch zählen.

Um eine abendländische Kultur als rettenswert empfinden zu können, müssten wir sie erst einmal wieder neu kennenlernen – und wir haben das große Glück, diese Möglichkeit zu bekommen durch die Anwesenheit von Menschen aus verschiedenen Kulturen, die sich darauf einlassen wollen, uns bei dieser neuen Bekanntschaft zu begleiten dadurch, dass sie mit ihren Augen auf uns zwar Vertrautes, aber oft sinnentleert Erscheinendes schauen.

Davon erzählt dieser Abend mit auch überraschend unbekannter weihnachtlich-europäischer Musik, assoziativ zugeordneten nichtweihnachtlichen Liedern und orientalischen Klängen und Texten.

Karolina Petrova, Gesang, Violine, Gitarre, Kontrabass, Blockflöte
Ali Pirabi, Santur, Setar, Daf, Tonbak, Gesang 
Paul Hoorn, Gesang, Moderation, Akkordeon, Trompete, Chalumeau
Matthias Manz, Gesang, Kontrabass, Gitarren, Saxofone, Klarinetten, Trompete, Percussion  

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