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"Synagoge in Vöhl" e.V.

Kunstausstellung startet am 15. August

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Kunstausstellung startet am 15. August

Angelegt: Plattformen für die ausgezeichneten Stelen. Foto: PR
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Ein Highlight wird im Jahr 2021 die Kunstausstellung „Stelenobjekte“ sein. Bis zum 31. Dezember 2020 hatten interessierte Künstler die Möglichkeit, sich für die Teilnahme an diesem Projekt zu bewerben. „Wir sind von den Entwürfen begeistert“, berichtete der Vorsitzende Karl-Heinz Stadtler schon vor dem Einsendeschluss.

Die fertigen Kunstwerke sollen dann zwischen dem 25. Juli und 1. August 2021 abgegeben werden. Bis zum 15. August, am Tag der Ausstellungseröffnung, entscheidet die Jury unter der Leitung von Eva Renée Nele, welche sechs Werke vom Förderkreis erworben werden und somit langfristig in Vöhl bleiben. Die Plattformen für diese Kunstobjekte wurden vom Förderkreis bereits neben dem Hauptgebäude angelegt.

Unabhängig von der Auszeichnung haben Besucher bis zum 31. Oktober die Möglichkeit, alle 30 Stelen auf dem Hof der Synagoge zu betrachten. Ein Projekt-Flyer soll alle Werke vorstellen. sk

 

Konzerte, Vorträge und Andachten

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Konzerte, Vorträge und Andachten

 
Erstmals in Vöhl zu Gast: Das iranisch-israelische Ensemble „Sistanagila“ wird im September auftreten und ein Zeichen gegen die Feindschaft ihrer Heimatländer setzen. Foto: Nikolaj Lund/PR
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Verschiedene Musikrichtungen, Shows, Vorträge und Gedenkveranstaltungen - der Förderkreis der Synagoge Vöhl hat ein vielfältiges Programm für das Jahr 2021 auf die Beine gestellt. Doch Änderungen sind vorbehalten.

VON SILAS KLÖCKER

Eine abwechslungsreiche Konzertreihe eröffnet am 21. März die Künstlerin Karolina Petrova mit ihrem Programm „Ich bin keine schwarze Tulpe“ in der Synagoge. Geplant seien gleich zwei Auftritte, berichtete Förderkreis-Mitglied Karin Keller. Damit viele Zuhörer in den Genuss kommen können, wird Petrova um 15 und 18 Uhr auftreten. Hans-Richard Ludewig begleitet sie an Klavier und Akkordeon zu ihren Stücken, die an die französische Künstlerin Barbara erinnern.

Weiterhin hat der Förderkreis nach erfolgreichen Open-Air-Veranstaltungen in 2020 den Entschluss gefasst, auch in diesem Jahr Konzerte in den örtlichen Schlosspark zu verlegen, drei werden es sein. „Das ist eine schöne Location, die bei den Besuchern gut ankam“, sagte die Verantwortliche. Nachdem am 20. Juni zuerst die Gruppe „Aquabella“ Lieder präsentiert, die „scheinbar überall zu Hause sind“, wird nur vier Tage später, am 24. Juli, die Vöhler Musikerin Nadine Fingerhut das Mikrofon in die Hand nehmen. Ihr neues Album „Lasst die Liebe lauter werden“ wird sie unplugged performen. Den Abschluss der Open-Air-Saison bildet am 11. September die Gruppe „Sistanagila“, die erstmals in Vöhl zu Gast ist. Als „iranisch-israelische Musik-Affaire“ treten die Künstler in einen gesanglichen Dialog und setzen ein Zeichen gegen die Feindschaft ihrer Heimatländer.

Das letzte Konzert des Jahres soll dann am 27. November wieder in der Synagoge stattfinden. Das Ensemble „Santiago“ tritt gemeinsam mit Faleh Khaless auf und bringt mit Elementen aus südamerikanischer, jüdischer, arabischer und mediterraner Musik Licht in die dunkle Jahreszeit.

Neben Konzerten sind aber auch Veranstaltungen anderer Art geplant. Am 28. März wird Dr. Lothar Jahn mit seiner Musik-Talkshow „Lothars Liedertreff“ auftreten und sich mit dem „Minnesänger mit dem Judenhut - Süßkind von Trimberg“ befassen. Auf eine musikalische Fotoreise durch Israel lädt am 18. April Karoline-Brigitte Schwegler ein. Einen zweiten Auftritt hat sie am 14. November. Dann wird die Gedenkstätte „Yad Vashem“, die in Jerusalem liegt, thematisiert.

Fünf Tage früher, am 9. November, findet wie alljährlich eine Andacht zur Pogromnacht statt. Um 19:30 Uhr zuerst in der Vöhler Martinskirche, danach ab 20 Uhr in der Synagoge. Auch vom 9. bis 12. Dezember soll an die Opfer des Holocaust gedacht werden. In 2021 ist nämlich der 80. Jahrestag der Deportation von Kassel nach Riga. Im gesamten Landkreis werden deshalb Veranstaltungen stattfinden.

Open Air im Schlossgarten: Die Vöhler Musikerin Nadine Fingerhut wird im Juli ihr neues Album „Lasst die Liebe lauter werden“ performen. Foto: Eva-Maria Schmidt/PR
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Aktion: "Lichter gegen die Dunkelheit"

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Aktion: „Lichter gegen die Dunkelheit“

 
 
Blaue Stunde: Am Gedenktag war die alte Synagoge in Vöhl beleuchtet. Foto: Walter Schauderna
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Hennig, Armin

VON ARMIN HENNIG

Vöhl - „Heute ist Holocaust-Gedenktag. Trotz Pandemie tun wir nicht nichts“, erklärt Karl-Heinz Stadtler die Aktivitäten zum internationalen Gedenktag für den Holocaust und die Opfer des Nationalsozialismus am Mittwoch. Der Vorsitzende des Vereins „Alte Synagoge Vöhl“ und seine Mitstreiter vor Ort beteiligten sich dieses Jahr an gleich zwei Aktionen mit hoher Strahlkraft.

Zum Eintritt der Dunkelheit setzten Peter Göbel und Ulrich Müller das Gebäude mit zahlreichen Scheinwerfern in Szene. Mit dieser Installation mit starker Wirkung vor Ort bildet Vöhl einen Lichtpunkt im Rahmen der Aktion #lichtergegendunkelheit. „Zusammen mit mehr als 100 Gedenkorten in Deutschland wollen wir damit an die Opfer der Nazibarbarei, an die vielen Millionen Opfer aus den Reihen der Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Menschen mit Behinderung, Kommunisten, Sozialdemokraten, Homosexuellen, Widerstandskämpfern aus allen möglichen gesellschaftlichen Gruppen, Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion, Polen, Tschechoslowakei und vielen andern Ländern erinnern“, beschreibt Stadtler den Hintergrund für die Aktion mit großer Wirkung auf die unmittelbare Außenwelt.

Nicht ganz so unmittelbar sichtbar, aber weltweit und nachhaltig wirksam ist Beteiligung am digitalen Flashmob #everynamecounts der Arolsen Archives. Das internationale Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus lud am Tag der Befreiung des Vernichtungslagers von Auschwitz zur Mitarbeit an einem digitalen Denkmal ein.

Dabei sollten Daten von KZ-Dokumenten auf einer Website abgetippt und somit digital erfasst werden. „Die Eingabe von Opfernamen und Dokumenten leistet nicht nur Gedenkarbeit, sondern soll auch ein Zeichen gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus setzen. Den Menschen wurde erst der Name genommen, dann das Leben geraubt“, beschreibt Stadtler den Hintergrund für die Arbeit am digitalen Denkmal.

„Wir sind als Partner dabei und möchten den Arolsen Archives helfen“, erklärt Stadtler, der mit seinen Helfern je zwei Stunden Zeit beim Aufbau des Online-Archivs der Arolser spendete. Dort können dann die Lebenswege von Angehörigen und allen Interessierten weltweit online recherchiert werden.

Bei der Vorbereitung zu „Jeder Name zählt“ hat der Synagogenverein auch Kontakt zu den „Synagogue Cousins“ aufgenommen. Die Nachfahren von Vöhler und Waldecker Juden leisteten auch ihren Beitrag zur Aktion und haben sich bei der Arbeit auf dem Facebook-Auftritt der Alten Synagoge gepostet. Die Fotos von Ulrich Müller sind auf dem Internetauftritt und der Facebook-Seite zu sehen.

Gegen das Vergessen: Karl-Heinz Stadtler gibt die Namen von NS-Opfern in den Computer ein. Foto: Armin Hennig
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Hennig, Armin

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