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Volkslieder in neuem Gewand


Volkslieder in neuem Gewand
Viel Applaus und Zugaben: Das Trio „Tsching“ aus Berlin begeisterte das Publikum mit seinem Konzert in der Vöhler Synagoge. Foto: Nadja Zecher-Christ
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Nadja Zecher-Christ

Von Nadja Zecher-Christ

Vöhl. Weltmusik vom Feinsten hat das Berliner Trio „Tsching“ dem Publikum in der fast gefüllten Vöhler Synagoge serviert. Zu Gehör kamen zumeist Stücke der CD „Vagabunden-Suite“, bei denen Saxofonist Helmut Mittermaier, Cellistin Franziska Kraft und Gitarrist Ben Aschenbach Volkslieder als Basis genommen und mit pfiffigen Arrangements und Improvisationskunst ein neues Gewand verpasst haben.

Osteuropäische Melodien schlichen sich bei „Kein schöner Land“ betörend ins Gehör. Orientalische Klänge mündeten in eine Variation über „Taler, Taler, du musst wandern“, bei deren flottem 7/8-Takt das Publikum mitklatschte. Ein Hörgenuss war die russische Ballade „Schwesterlein, wann gehen wir nach Hause“. Auch Eigenkompositionen hatte „Tsching“ im Gepäck, darunter den „Pfennigtango“, die geheimnisvollen „Nachgestalten“ und den einsamen Walzer „La Rona“. Zum Träumen verleitete ein Arrangement ums Schlaflied „Weißt du, wie viel Sternlein stehen?“.

Mit Hinblick auf die goldfarbenen Sterne an der blauen Decke der Synagoge sagte Franziska Kraft: „Unter so einer Kuppel spielt man nicht oft.“ Dass unterschiedliche Dinge harmonieren können, bewiesen die Musiker, als sie das jüdische Hochzeitslied „Mazel Tov“ mit dem christlichen Weihnachtslied „Maria durch ein Dornwald ging“ verschmelzen ließen.

Solch eine wohlklingende Fusion entstand auch beim Lied „Theo spann den Wagen an“, das in die schottische Seefahrerhymne „Drunken Sailor“ mündete. Feuer, Sehnsucht und Leidenschaft wurde beim Werk „Libertango“ des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla entfacht.

Feinsinnige Improvisation

Zum krönenden Abschluss zauberte „Tsching“ aus „Les yeux noirs“ in Verbindung mit „Im Frühtau zu Berge“ eine feinsinnige Jazz-Improvisation. Das Publikum forderte mit lautstarken Jubelrufen und Applaus noch zwei Zugaben ein. Zum Dank spielte das Trio den jiddischen Swingtitel „Bei mir bist du schön“, in den es den Refrain des Pippi-Langstrumpf-Liedes einbaute. Den Schlusspunkt setzte die wunderbare Melodie „Summertime“ von George Gershwin, die in „Hallelujah“ von Leonard Cohen mündete. „Danke für den schönen Abend“, sagte Helmut Mittermaier.

 
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