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"Synagoge in Vöhl" e.V.

Musik in rasantem Tempo


 
 Musik in rasantem Tempo
Begeisterte mit Weltmusik in der Vöhler Synagoge: Das Jazz-Trio „FisFüz“ mit Klarinettistin Annette Maye, Perkussionist Murat Caskun und Gitarrist Gürkan Balkan. Foto: Sandra Simshäuser
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Simshäuser, Sandra

Von Sandra Simshäuser

Vöhl. Mit Weltmusik der besonderen Art hat das Trio „FisFüz“ zum wiederholten Mal in der Vöhler Synagoge beeindruckt. Klänge voller Lebensfreude, Exotik und Wärme brachten Murat Caskun, Annette Maye und Gürkan Balkan zum Konzert unterm Sternenhimmel mit.

Zum zwanzigjährigen Bestehen hatten FisFüz vergangenes Jahr ihr Album „Bonsai - 20 Years of Oriental Jazz“ herausgebracht. Die neu arrangierten Höhepunkte aus der Bandgeschichte genossen auch die Vöhler Besucher in vollen Zügen. Dicht gedrängt und aufmerksam lauschend, ließen sie bereits nach dem Eröffnungsstück „Bosporus winds“ prasselnden Applaus mit Bravo-Rufen hören. Ihren einzigartigen Klangkosmos hatten FisFüz damit abgesteckt.

Schnell wie ein Wirbelwind

Während Annette Maye mit ihrer Klarinette zwischen kunstvoller Schlangenbeschwörung und Jazzkeller pendelte, spickte der gebürtige Istanbuler Gürkan Balkan sein Gitarrenspiel mit Flamencoklängen oder nutzte die Oud, eine Kurzhalslaute, um das typische Flair der Bosporusregion in den Köpfen der Zuhörer aufzurufen. Dem reibungslosen Zusammenspiel setzte Murat Caskun die Krone auf. In jedem einzelnen Stück erwies sich Caskun als Perkussionzauberer, der die unterschiedlichsten Schlagwerke wie ein Wirbelwind bearbeitete und mit seinem Spiel immer wieder Zwischenapplaus erntete. Darunter ein von einem Oud-Solo eingeleiteter Janitscharenmarsch, auf dessen mitreißenden Rhythmus das Trommelregister jedes Spielmannszugs neidisch wäre.

„Den Janitscharenrhythmus hört man auch manchmal im Fußballstadion“, kommentierte Annette Maye augenzwinkernd, die die Songs allesamt mit kleinen Geschichten zu Hintergrund und Entstehung versah. Darunter Adaptionen und viele Eigenkompositionen von Murat Caskun oder auch Wolfgang Maye, der lange als Kontrabassist mit FisFüz unterwegs war.

Vom Balkan bis Nordafrika

Für ihr Repertoire schöpfe die Formation aus verschiedenen Wurzeln vom Balkan bis nach Nordafrika, erzählte Caskun dem Publikum. Auch Klezmermusik hat das Trio bei seinen Reisen kennengelernt. So stimmten FisFüz den „Tango to go“ passend zum Veranstaltungsort an und erwiesen sich einmal mehr auch als Hochgeschwindigkeitskünstler, was dem Publikum Respekt und begeisterten Applaus entlockte.

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