Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
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"Synagoge in Vöhl"

Bereits gesehen 1999 bis 2007


Mittwoch, 29.12.1999
1. Synagogenkonzert
Klezlam
Jiddische Lieder und Klezmer
mit Beate Lambert (Gesang, Violine, Gitarre) und Jean Kleeb (Klavier, Percussion)
Benefizveranstaltung (Eintritt frei / Spenden erbeten)

Sonntag, 11.6.2000
2. Synagogenkonzert
Flötengruppe der evangelischen Kirchengemeinde aus Vöhl
u.a. mit "Jauchzet dem Herren" von Felix Mendelssohn-Bartholdi
Benefizveranstaltung (Eintritt frei / Spenden erbeten)

Sonntag, 13.8.2000
3. Synagogenkonzert
DuO Auch
Musik aus Israel, Brasilien und Griechenland & Eigenkompositionen
mit Beate Lambert (Gesang, Violine, Gitarre), Jean Kleeb (Klavier, Percussion)
Eintritt: 10.- DM

Samstag, 19.8.2000
4. Synagogenkonzert
Johannes Treml
spielt sfardische (jüdisch-orientalische) und klassische Gitarrenstücke
Eintritt: 10.- DM

Samstag, 26.8.2000
5. Synagogenkonzert
Katharina Rodi
singt jiddische Lieder
Eintritt: 10.- DM

Samstag, 9.9.2000
6. Synagogenkonzert
Kol Simcha
Jiddische Lieder, sfardische Gitarrenstücke, liturgische Lieder in hebräisch,
Gitarrensoli
mit Cornelia Kleinhans-Stürzl (Gesang, Klarinette), Barbara Küpfer (Gesang, Querflöte),
Johannes Treml (Gitarre)
Benefizveranstaltung (Eintritt frei / Spenden erbeten)

Mittwoch, 13.9.2000
7. Synagogenkonzert
Krummhorn-Ensemble Kassel
Musik der Renaissance auf historischen Instrumenten, Stücke aus dem jüdischen Liedgut
Benefizveranstaltung (Eintritt frei / Spenden erbeten)
Nach Beendigung des Konzerts werden die Gäste in der ehemaligen Synagoge verabschiedet

Samstag, 11.11.2000
8. Synagogenkonzert
Aufwind

Jiddische Lieder und Klezmermusik
mit Claudia Koch (Gesang, Violine), Hardy Reich (Gesang, Mandoline, Gitarre),
Andreas Rohde (Gesang, Bandoneon, Gitarre) und
Jan Hermerschmidt (Klarinetten, Flöten, Gesang)
Eintritt: 18.- DM

Samstag, 27.1.2001
Martinskirche Vöhl - Benefizkonzert zugunsten der Synagoge Vöhl
Kimba Mondega
Konzert für afrikanische Trommel und Orgel (Leitung: Tosca v. d. Ahé) mit
Conny Kadia Eckert (afrikanische Trommel), Peter Hamburger (Orgel)
Benefizveranstaltung (Eintritt frei / Spenden erbeten)

Mittwoch, 11.4.2001
Bürgerhaus Bad Arolsen
Konzert zugunsten der Synagoge Vöhl

Ronald Meyer, New York: Klavierkonzert mit Werken von Beethoven, Brahms,
Chopin, Debussy, Dohnanyi und Schumann
Benefizveranstaltung (Eintritt frei / Spenden erbeten)

Samstag, 19.5.2001
9. Synagogenkonzert
"Di Gantse Welt Is A Teater"
Lieder vom Jiddischen Theater
mit Erdmuthe Schlusnus (Gesang) und Barry Cohen (Gitarre)
Eintritt: 18.- DM

Samstag, 16.6.2001
10. Synagogenkonzert
Ein Abend mit Kurt Weill
mit Sara Bloom (Gesang) und Jim Shar (Klavier)
Eintritt: 18.- DM

Samstag, 11.8.2001
11. Synagogenkonzert (1)
Dany Bober
"Jüdisches" - Lied, Bericht, Plauderei und Gedicht
Eintritt: 15.- DM

Samstag, 31.8.2001
12. Synagogenkonzert
Dvorak-Psalmengesänge und andere geistliche Lieder
mit Kreiskantorin Irene Tripp (Gesang) und Stefan Viegelahn (Klavier)
Benefizkonzert (Eintritt frei / Spenden erbeten)

Samstag, 8.9.2001
13. Synagogenkonzert (im Rahmen der Reihe "Hör-Mal im Denkmal";
gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und
die Sparkasse Waldeck-Frankenberg)
Saitenwind
Zigeunerjazz, südamerikanische Folklore und Klezmermusik
mit Birthe Voigt (Blockflöte, Kontrabass), Alexandra Schmidt (Konzertgitarre, Blockflöte, Kontrabass),
Volker Hamel (Gitarre, Kontrabass, Violine) und Athanasios Paltoglou (Perkussion)
Eintritt: 15.- DM

Samstag, 29.9.2001
14. Synagogenkonzert
Aljama
Musik der sefardischen Juden, gesungen in Ladino und Judesmo (Altspanisch),
hebräische und chassidische Folklore
mit Chaim Kapuja (Gesang, Gitarre, Perkussion, Kompositionen und Arrangements)
und Sigune Lauffer (Cello, Perkussion)
Eintritt: 18.- DM

Samstag, 17.11.2001
15. Synagogenkonzert
Aufwind - "Di Rejder dreijen sich"
Klezmer und jiddische Lieder
mit Claudia Koch (Gesang, Violine), Hardy Reich (Gesang, Mandoline, Gitarre),
Andreas Rohde (Gesang, Bandoneon, Gitarre),
Jan Hermerschmidt (Klarinetten, Flöten, Gesang) und Thomas Paffrath (Bass)
Beginn des Konzerts in der Synagoge, Fortsetzung in der Martinskirche Vöhl
Eintritt: 18.- DM

Samstag, 11.5.2002
16. Synagogenkonzert
"Und sie machten sich auf den Weg..."
Musik aus den keltischen Ländern und aus der jüdischen Tradition
mit Sylvia Reiß (Harfe)
Eintritt: 8.– EURO

Freitag, 21.6.2002
Sonntag, 23.6.2002
17. Synagogenkonzert
Konzert für Violine und Klavier
mit Werken von Max Bruch, Ernest Bloch, Maurice Ravel und Efrem Zimbalist
Matthias Erbe (z.Zt. San Francisco) und Keisuke Nakagoshi (Japan):
Eintritt: 8.– EURO

Sonntag, 1.9.2002
18. Synagogenkonzert (im Rahmen der Reihe "Hör-Mal im Denkmal";
gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und
die Sparkasse Waldeck-Frankenberg)
Cholem
singen jiddische Lieder und spielen Klezmer
mit Katharina Rodi (Gesang, Gitarre), Frank Naruga (Gitarre, Perkussion),
Fritz Kronthaler (Klarinette, Bassklarinette) und Bernd Konzett (Kontrabass, Akkordeon)
Eintritt: 8.- EURO

19. Synagogenkonzert freigelassen?

Samstag, 17.5.2003
20. Synagogenkonzert
Rita Siegmann

singt jüdische Chansons
mit Rita Siegmann (Gesang), Nikolai Avramtschuk (Knopfakkordeon),
Roman Oracko (Violine), Paul Reiß (Kontrabass) und Paul Siegman (Gitarre)
Eintritt: 9.- Euro

Samstag, 7.6.2003
21. Synagogenkonzert
Esther Lorenz
singt jiddische und hebräische Lieder
mit Esther Lorenz (Gesang + Moderation) und Thomas Schmidt (Gitarre)
Eintritt: 9.- Euro

Sonntag, 13.7.2003
22. Synagogenkonzert
Klingende Poesie...
- die Magie der keltischen Harfe von Sylvia Reiß und die ausdrucksvolle Stimme
der spanischen Sängerin Ima Galguen.
Eintritt: 9.- Euro

Sonntag, 14.9.2003
23. Synagogenkonzert (im Rahmen der Reihe "Hör-Mal im Denkmal";
gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und
die Sparkasse Waldeck-Frankenberg)
Aquabella
"Nani Dschann - Von Hochzeiten und anderen schlaflosen Nächten"
A-Capella-Gesang vom Feinsten mit Claudia Karduck, Gisela Knorr,
Ulrike Siems, Bettina Stäbert und Bettina Wildtraut
Eintritt: 9.- Euro

Samstag, 11.10.2003
24. Synagogenkonzert
Akklamarim
spielen Klezmermusik
mit Sönke Evers (Klarinette), Theo Piskorz (Marimbaphon, Perkussion) und
Leo Eberhardt (Akkordeon)

Freitag, den 5.3.2004
Konzert in der Henkelhalle
Die Wellküren

mit Vroni, Burgi und Moni Well
(Mitveranstalter: Förderkreis "Synagoge in Vöhl" e.V.)

Samstag, 15.5.2004
25. Synagogenkonzert
JAVA FIVE

"The Art of Vocal Swing" - Musik der 30er und 40er Jahre im Stil der Mills Brothers
mit Bert-Morten Arnicke (Gitarre), Michael Eimann (Tenor), Stephan Eisenmann (Bass),
Thomas Piontek (Bariton) und Konrad Zeiner (Bariton)
Eintritt: 9.- Euro

Samstag, 19.6.2004
26. Synagogenkonzert
FLEX-á-TON
spielen Eigenkompositionen zwischen Klassik und Jazz
mit Ulrike Schimpf (Sopran-, Alt-, Baritonsaxophon, Klarinette, Okarina)
und Elke Saller (Marimbaphon, Vibraphon, Steel-Drum, Perkussion)
Eintritt: 9.- Euro

Samstag, 10.7.2004
Konzert im Schloßgarten
Fredrik Vahle
einer der ganz großen Interpreten von Liedern (nicht nur) für Kinder
(Mitveranstalter: Förderkreis "Synagoge in Vöhl" e.V.;
bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der Turnhalle der Grundschule Vöhl statt)
Eintritt: 3 Euro für Kinder und 5 Euro für Erwachsene
HIER geht es zur Website von Fredrik Vahle

Samstag, 10.7.2004
27. Synagogenkonzert
Fredrik Vahle und Jean Kleeb
Der spanische Dichter Federico Garcia Lorca
literarischer Abend, begleitet durch Klavier und Gitarre
Eintritt: 9.- Euro

Samstag, 28.8.2004
28. Synagogenkonzert
Dinaledi Chor
Geburtstagskonzert mit dem Dinaledi Choir (Chor der Sterne)
aus dem Kirchenkreis Borwa I in Südafrika


Samstag, 11.9.2004
29. Synagogenkonzert (im Rahmen der Reihe "Hör-Mal im Denkmal";
gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und
die Sparkasse Waldeck-Frankenberg)
Aufwind
Die Gruppe Aufwind spielt Klezmermusik
Eintritt: 9.- Euro

Samstag, 11.12.2004
Konzert in der Martinskirche
Aquabella
(Mitveranstalter: Förderkreis "Synagoge in Vöhl" e.V.)

Samstag, 10.9.2005
30. Synagogenkonzert (im Rahmen der Reihe "Hör-Mal im Denkmal";
gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und
die Sparkasse Waldeck-Frankenberg)

ein Streichquartett, u.a. mit Matthias Erbe (Violine) spielt
Gideon Klein: Fantasie und Fuge (entstanden 1942/43 in Theresienstadt)
Victor Ullmann: 3. Streichquartett (enstanden 1943 in Theresienstadt
D. Schostakowitsch: Streichquartett Nr 8 (den Opfern des Faschismus und des Krieges gewidmet)
Eintritt: 9.- Euro


Samstag, 12.11.2005
31. Synagogenkonzert
Blaues Einhorn
Quartett aus Dresden mit Lieder, Chansons und Städtische Folklore

Freitag, 17.3.2006
32. Synagogenkonzert
M
usik zum 100. Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer:
Siegfried Fietz: "Von guten Mächten wunderbar geborgen"
Gemeinsame Veranstaltung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Vöhl,
des Gemeinschaftswerks der Ev.-Luth. Gebetsgemeinschaften e.V. Asel
und des Förderkreis "Synagoge in Vöhl" e.V.: (Eintritt: 8 €)

Sonntag, 26.3.2006
33. Synagogenkonzert
der Chor A TEMPO
aus Kassel singt Lieder der Welt
Die 40 SängerInnen zwischen 40 und 65 Jahren singen Chorsätze
aus verschiedenen musikalischen Kulturen in der Originalsprache.
(Eintritt frei, Spenden erbeten)

Samstag, 13.5.2006
34. Synagogenkonzert
Colalaila Classic mit der "Queen of Klezmer" Irith Gabriely (Eintritt: 10 €)
 
Mittwoch, 19.7.2006
35. Synagogenkonzert (im Rahmen des Nordhessischen Kultursommers)
Liquid Soul - Musik aus Luft und Wasser (Eintritt)

Samstag, 9.9.2006
36. Synagogenkonzert (im Rahmen der Reihe "Hör-Mal im Denkmal";
gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und
die Sparkasse Waldeck-Frankenberg)
Ensemble Noisten (Eintritt: 10 €)

Samstag, 7.10.2006
37. Synagogenkonzert
StimmZoo – A-Capella-Gesang aus Marburg (Eintritt: 8 €)

Samstag. 11.11.2006
38. Synagogenkonzert
Der Golem
Drei Künstler haben die Vöhler Synagoge für die „Welturaufführung“ eines ehrgeizigen
Projekts ausgewählt: eine Multi-Media-Performance der ganz besonderen Art,
eine noch nie da gewesene Collage aus Film, Livemusik und Lesung.
Der Stummfilm wird live begleitet von Pierre Pouget (Komposition, Gitarre, Klangkulissen),
Gabriela Kaufmann (Klezmerklarinette) und Alexander May (Lesung).


de:Hans Poelzig, Golem 1920 Poster, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Fortsetzung

Im Mittelpunkt steht Paul Wegeners Meisterwerk des deutschen expressionistischen Kinos DER GOLEM, gedreht 1920. Der Film spielt im 16. Jahrhundert in Prag. Rabbi Löw, der geistliche Führer der jüdischen Gemeinschaft in Prag, haucht einer Lehmstatue Leben ein. Der Koloss rettet dem Kaiser das Leben, worauf dieser ein Dekret widerruft, das die Vertreibung der Juden aus Prag verordnet hatte. Als sich der Golem in Folge einer verhängnisvollen Konstellation der Gestirne gegen seinen Schöpfer auflehnt, bricht ein kleines Mädchen seine Lebenskraft.

Gabriela Kaufmann, Pierre
Pouget
© Dr. Lothar Jahn

Alexander May in der
Synagoge Vöhl; 11.11.2006
© Dr. Lothar Jahn

 Pierre Pouget lebt von seinem Instrument und für es. Aufgewachsen als Spross einer Pariser Künstlerfamilie begann er im Alter von sieben Jahren Gitarrenunterricht zu nehmen. An der Pariser Musikhochschule, an der auch einmal Claude Debussy, Erik Satie und Quincy Jones eingeschrieben waren, studierte Pouget bei Alexandre Lagoya Komposition, Kontrapunkt und klassische Gitarre. Er arbeitete als Komponist in Bremen mit dem Regisseur George Tabori zusammen und schrieb er Musiken für das Tanztheater von Pina Bausch in Wuppertal, für das Kabarett Die Wühlmäuse in Berlin. Mit eigenen Solo-Programmen trat er in diversen Clubs und Kleinkunstbühnen auf. Der Gitarrenakrobat beherrscht mühelos die Kunst der Saitensprünge zwischen allen Stilen. Von französischem Cancan bis zu Balkan, von Barock bis Rock, von Raga bis Ragtime macht seine sechssaitige Partnerin alles mit: Pouget setzt Gitarre und Effektgeräte auf vielfältigste Art und Weise ein, spielt das Instrument mit dem Geigenbogen an, trommelt beidhändig auf den Saiten, variiert die Rhythmen, steigert sie und streichelt die Saiten, bis die Gitarre schnurrt wie ein zufriedener Kater. Auch auf die konventionelle Handhabung als Begleitinstrument verzichtet er nicht.

Gabriela Kaufmann ist Preisträgerin des Internationalen Kammermusikwettbewerbs in Privas (Frankreich). Nach ihrer Ausbildung bei Professor Hans Deinzer, Hannover hat sie lange Jahre bei Giora Feidman studiert. Zahlreiche Radio-, Rundfunk- und CD-Aufnahmen sowie ihre Mitwirkung bei „l'Art pour l'Art“, dem „Ensemble 13“ haben sie als außergewöhnliche Interpretin klassischer, romantischer und besonders neuer Musik bekannt gemacht und mit Musikern wie Hans Werner Henze und Karlheinz Stockhausen zusammen arbeiten lassen. Den Liebhabern von Klezmer-Musik ist sie als Klarinettistin der Gruppe „Klezmers Techter“ ein Begriff.

Parallel zu dieser spannungsvollen Mischung aus speziell für diese Performance komponiertem Soundtrack und traditioneller jiddischer Musik wird Alexander May aus dem Buch „Golem“ von Gustav Meyrink lesen, einem Klassiker der phantastischen Literatur. May wurde an der Düsseldorfer Schauspielschule noch unter Gustaf Gründgens ausgebildet. Sein Theaterweg führte ihn über die Münchener Kammerspiele, an denen er als Dramaturg tätig war, als Intendant und Geschäftsführer ans Niedersächsische Staatsschauspiel nach Hannover. Hier wurde sein langjähriges Wirken 1993 mit dem Niedersächsischen Kunstpreis belohnt. May spielte auch immer wieder in anspruchsvollen Filmproduktionen mit. Als "Opas Kino" im Sterben lag, war er in Vojtech Jasnys "Ansichten eines Clowns" zu sehen, für seine Darstellung in der "Tätowierung" von Johannes Schaaf, erhielt er 1968 den Bundesfilmpreis. Eine Produktion jüngeren Datum ist "Viehjud Levi" von Didi Danquart. Sein Gesicht ist dem breiten Publikum aus TV-Produktionen wie "Zweite Heimat" von Edgar Reitz oder der TV-Serie "Freunde fürs Leben“ bekannt.

Alexander May, Pierre Pouget, Gabriela Kaufmann © Walter Schauderna

Gabriela Kaufmann und Pierre Pouget © Walter Schauderna

Der Golem

Die Handlung von Paul Wegeners berühmtem Stummfilm von 1920 "Der Golem : Wie er in die Welt kam“ spielt im mittelalterlichen Ghetto von Prag und am Hof des Kaisers. Sie erzählt die Geschichte vom Hohen Rabbi Löw, der in der Stunde höchster Bedrängnis aus einem Klumpen Lehm ein mit übernatuerlichen Kräften ausgestattetes Wesen mit Namen `Golem` schafft und so die Juden vor der Vertreibung rettet. Gleichzeitig beschwört er aber auch ihren drohenden Untergang herauf, als er es versäumt, den lebensspendenden Namen wieder zu entfernen, und sein Geschöpf zum rasenden Vernichtungswerkzeug wird. Die Entstehung des Lebens als das grösste, bis heute unentschlüsselte, aller Wunder taucht als magische Vorstellung in den Überlieferungen vieler Kulturen und zu allen Zeiten auf. Der Kern des jüdischen Mythos vom Golem geht bis auf die Bibel zurück, wo es in den Psalmen heisst “Deine Augen sahen meinen Golem...“. Nach talmudischer Auslegung soll Adam diese Worte zu Gott gesprochen haben, und mit `Golem` ist der Zustand des Menschen gemeint, bevor er eine Seele hat.

bei den Proben © Walter Schauderna

bei den Proben © Walter Schauderna

Die Geschichte vom Golem hat sich durch die Jahrhunderte verändert und erweitert. Sie war ursprünglich Ausgangspunkt religiöser Diskussionen über den Weg des Menschen zu Gott, seine Vervollkommnung und seine Hybris, diente späteren Jahrhunderten zur Verklärung grosser Rabbis, denen das Vollbringen des magischen Aktes zugeschrieben wurde - wie eben jenem Rabbi Löw von Prag, der tatsächlich Umgang mit Kaiser Rudolf II. gehabt hat und ihn durch die Erfindung der “Laterna Magica“ verblüfft haben soll, und war schliesslich immer wieder eine Metapher des Überlebenswillens in Zeiten der Verfolgung.

im Film: Paul Wegener, Darsteller des Golem und Regie © Walter Schauderna

Immer aber hat der Golem die Künstler - jüdische und nicht- jüdische - fasziniert, die sich sowohl im Geheimnis des schöpferischen Aktes als auch in der ihm innewohnenden zerstörerischen Potenz gespiegelt sahen. Vor allem die Dichter konnten der phantastischen Mischung aus Mystik, Horror und Science-Fiction ebenso wenig widerstehen wie der grundlegenden Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnis.

Film - Schlusseinstellung © Walter Schauderna

Wegeners filmische Adaption bezieht seine Inspiration aus vielen Quellen und setzt die Ambivalenz des Stoffs in eine konsequente - formale wie inhaltliche - Zwei-Welten-Struktur um. Hans Poelzigs berühmte Judenstadt mit ihrer rhythmischen Architektur aus spitz zulaufenden Vertikalen und schwingenden Ellipsen wird kombiniert mit weich verschwimmenden oder dramatisch ausgeleuchteten Stimmungsbildern. Die Schnitt-Technik setzt die jüdische Welt hinter den engen Mauern des Ghettos mit ihren magischen Geheimnissen und ihrer tiefen Spiritualität, aber auch dem Taumel der robusten Komik der Volksszene, gegen die weite Landschaft jenseits der Tore, den zierlichen Prunk und die weitläufige Oberflächlichkeit des Kaiserhofes.

Heute gilt der “Golem“ als Meisterwerk des deutschen Expressionismus !

Samstag, 9.12.2007
39. Synagogenkonzert
Schubertiade

Freitag, 9.2.2007
Samstag, 10.2.2007
40. Synagogenkonzert
AQUABELLA feiern nach 10-jährigem Bestehen ihr Jubiläum auf der weltmusikalischen
A-cappella-Bühne und präsentieren mit JUBILÉ Tour Highlights und
neue bisher unveröffentlichte Songs
Eintritt: 12 Euro

Samstag, 10.3.2007
41. Synagogenkonzert
Jörg Patitz (Gitarre): Musikalische Fiesta - Weiche Arrangements und
Improvisationen werden gebrochen von schnellen Tänzen auf der Gitarre

Samstag, 24.3.2007
42. Synagogenkonzert:
Ben-Jitzchak Feinstein: "Durch's Feuer gerettet"
Die verschwundene Welt des jiddischen Schtetls im Spiegel der Lieder Mordechaj Gebirtigs
Eintritt: 10 Euro

Samstag, 21.4.2007
43. Synagogenkonzert
Bettina Born / Wolfram Born: "Mi tango querido" - die faszinierende Welt
des argentinischen Tango. Stücke von Julian Plaza, Horacio Salgan,
Carlos Gardel und Astor Piazzolla sowie eigene Kompositionen. 
Eintritt: 10 Euro

Samstag, 2.6.2007
44. Synagogenkonzert
Ich bin keine schwarze Tulpe - Hommage à Barbara
Karolina Petrova ("Blaues Einhorn" und "Dresdner Salon-Damen") erinnert mit
Dresdner Musikern anhand von Liedern und Texten, gesungen in Französisch
und Deutsch, an die große Dame des französischen Chanson.
Eintritt: 10 Euro

Dienstag, 21.8.2007
45. Synagogenkonzert: (Der Kultursommer Nordhessen zu Gast in der Synagoge)
ROM SOM - ich bin ein Mensch
Sinti und Roma haben eine alte kulturelle Tradition. Ihre Poesie und Lyrik,
ihre Musik und die Kunst zu erzählen vermitteln einen lebendigen Ausdruck ihrer Identität.
Romeo Franz und Ensemble:
Anita Awosusi - Rezitation, Romeo Franz - Violine, Joe Bawelino - Jazzgitarre,
Unge Schmidt - Gitarre, Thomas Stützel - Kontrabass;
Eintrittspreis: 15 €, für Schüler, Studenten etc. Ermäßigung von 4 €

Samstag, 8.9.2007
46. Synagogenkonzert (im Rahmen der Reihe "Hör-Mal im Denkmal";
gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und
die Sparkasse Waldeck-Frankenberg)
Tailed Comedians (die Originalstimmen aus dem Film "Comedian Harmonists")
Eintritt: 10 Euro

Sonntag, 4.11.2007
47. Synagogenkonzert
"Sie sprechen von mir nur leise" -
Literarisch-musikalisches Portrait
der jüdischen Dichterin Mascha Kaleko
Paula Quast - Rezitation; Lech Wieleba - Kontrabass
Eintritt: 10 Euro

Sonntag, 9.12.2007
48. Synagogenkonzert
Simon & Garfunkel Revival Band
- Feelin`groovy
(Michael Frank - voc, git und Thomas Heinke - voc, git, percussion)
Zwei Pressestimmen: "Mit ihren bis ins kleinste Detail abgestimmten Gesangs- und Instrumentaldarbietungen ließen sie die Grenze zwischen Original und Kopie verschwimmen."-
"Wer kurz die Augen schloss, wähnte sich sicher, einen Longplayer von
Paul Simon and Art Garfunkel zu hören."
Eintrittspreis: 15 €, für Schüler, Studenten etc. Ermäßigung

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