Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
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"Synagoge in Vöhl"

...Literatur-Café, Kino, Spaziergänge...


Literatur-Café, Kino, Spaziergänge



Das Dienstagskino am 9. Februar 2021 fällt wegen der Pandemie aus.

Angelehnt ans Programm in der Synagoge, aber auch relativ aktuelle Filme gibt es immer dienstags  zu sehen.
Die Veranstaltungstermine entnehmen Sie bitte aus dem Veranstaltungsflyer

Beginn ist jeweils 19 Uhr, Spenden sind gern gesehen. Für Snacks und Getränke wird gesorgt.

Auch Spaziergänge „Auf den Spuren Vöhler Juden“ werden wieder geboten

 

Kunstwettbewerb ERINNERN-WACHEN-ERLEBEN



ERINNERN - WACHEN- ERLEBEN

Stelenobjekte Synagoge Vöhl
Ausschreibung

Neben der ehemaligen Vöhler Synagoge befindet sich ein durch einen schmalen Weg unterteilter kleiner Hang, auf dem künftig 6 Stelen stehen sollen – drei auf der oberen und drei auf der unteren Hälfte. Diese Stelen sollen im Rahmen eines freien Kunstwettbewerbs ermittelt werden.
Bei freier Wahl des Materials und der Form sollen die Stelen vorne und hinten mit einem angemessenen Text, einer Grafik oder einem Symbol versehen werden. Die Stelen sollen 80-200 cm hoch und 40-70 cm breit sein.
Künstler*innen können sich mit ihrem Lebenslauf, einer Beschreibung des Kunstwerks sowie einem zeichnerischen Entwurf, einem kleinformatigen Modell oder einem Foto des Entwurfs bis zum 31. Dezember 2020 für die Teilnahme bewerben.
Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten können nur 30 Arbeiten angenommen werden. Die Auswahl der Arbeiten ergibt sich durch die Reihenfolge ihrer Einsendung. Spätestens Mitte Januar werden die zu spät eingereichten Arbeiten zurückgesandt und die 30 angenommenen Künstler*innen informiert.
Die fertigen Stelenobjekte sollen zwischen dem 25. Juli und 1. August 2021 abgegeben werden. Bis zum 15. August entscheidet die Jury und bereitet die Ausstellung vor. Am Sonntag, 15. August, wird die Ausstellung eröffnet und der Jury-Entscheid mitgeteilt. Die ausgewählten Stelen werden vom Förderkreis Synagoge in Vöhl e.V. für einen Preis von 1000.- Euro gekauft. Die Waldeckische Landeszeitung lobt darüber hinaus einen Sonderpreis von 500 Euro aus.
Alle 30 Stelen werden bis zum 31. Oktober auf dem Hof der Synagoge ausgestellt. Daher sollen die Stelen mit einem standfesten Sockel versehen sein. Die nicht von der Jury ausgewählten Stelen können mit einem Preisschild versehen werden.
Nach Ausstellungsende holen die Künstler bzw. die Käufer ihre Stelen ab; die ausgewählten 6 Stelen bleiben in Vöhl.
Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für während der Ausstellung auftretende Schäden oder für Diebstahl.
Kontaktdaten:
Veranstaltungsort: Ehemalige Synagoge Vöhl, Mittelgasse 9, 34516 Vöhl
Postadresse und Ansprechpartner:
Karl-Heinz Stadtler, Am Wäldchen 3, 34516 Vöhl
05635-1491, 0173-2662489, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Facebook: Synagoge Vöhl
Wichtige Termine:
• Bewerbung bis zum 31. Dezember 2020
• Abgabe 25. Juli - 1. August 2021
• Ausstellung 15. August - 31. Oktober 2021

Hier der Ausschreibungstext als pdf zum Ausdrucken: Ausschreibung Stelen .pdf



Blick von der Straße, Foto: Karl-Heinz Stadtler
 Blick vom Garten, Foto: Karl-Heinz Stadtler

Aus der Vogelperspektive, Foto: Karl-Heinz Stadtler

beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst


B’reschit beziehungsweise Im Anfang

Im Januar steht die Bibel im Zentrum. Juden und Christen beziehen sich auf die Hebräische Bibel als Grundlage der eigenen Tradition und lesen und verstehen sie auf je eigene Weise.

In der Bibliothek der alten Vöhler Synagoge befinden sich auch mehrere hebräische Bibeln. Eine, die uns im vorigen Jahr geschenkt wurde, ist zweisprachig (hebr.-engl) und besonders schön. Wir zeigen hier die Titel- und die erste Innenseite. Außerdem haben wir eine weitere zweisprachige in Hebräisch und Deutsch, eine recht alte nur in Hebräisch und viele weitere Bücher über jüdische Religion und Kultur.



Fotos Stadtler

Wir haben auch die Nachfahren ehemaliger Vöhler Juden gefragt, welche Bedeutung die Feste und Rituale für sie haben und wir werden auch deren Gedanken veröffentlichen.

Uns erreichten bereits folgende Kommentare zu diesem Thema:

Kommentar 1
Neil Kugelman,
Enkel des in Vöhl geborenen Siegfried Kugelmann, der im Haus Kirchstraße 4 aufwuchs und 1893 in die USA emigrierte, schreibt uns über B'reshit: "The Torah or Five Books of Moses. B'reschit is the beginning read at Schavout." Er bezieht sich hier darauf, dass B'reshit den Anfang bedeutet, den Anfang der Bibel ("Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. ...") und den Anfang der Welt, die Schöpfungsgeschichte.
Kommentar 2
Michael Dimor

ist ein Enkel von Moritz Mildenberg und dessen Frau Helene, die in der mittleren Arolser Straße in einem Haus lebten, das in den 60er oder 70er Jahren abgerissen wurde. Michael Dimors Mutter Else emigrierte Mitte der 30er Jahre nach Palästina, weshalb sie den Holocaust überlebte. Michael Dimor schreibt zur Ersterwähnung von Juden in Deutschland: "The first Jews arrived to Rhine with the Roman legions, as merchants who followed the army and, later, after the rebellion at 70 AD – as slaves.
That’s why the most known Jewish settlements where along the Rhine – Magenza (Mainz), Vormaiza (Worms) and Schpaira (Speyer)
The document mentioned was, probably, a letter from Konstantinos to the mayor of Koln at 321."
Zur Frage nach der Bedeutung von "B'reshit" schreibt er:
"The book of Bereshit (בראשית) describe the creation of the world, as a background to the creation of the Jewish nation. But most important –
Exit from the Pagan culture, declaring an abstract God, who chose the Hebrews as his believers and gave them the Tablets of the Covenant.
But the main part of the book is a fantastic literary description of the lives of the three Fathers and their families, the slavery in Egypt, the ordeal in the desert and leadership of Moses, who was the only one allowed to face God. The story shows all the conflicts, the weaknesses, hatred, jealousy, love, faith and make no
concessions to nobody. May be, this was the beginning of the controversial way of debate, typical to Jewish culture, as seen in the Talmud, where every problem has many solutions, proposed in an open debate for reader to choose."
(Foto)
Das Foto zeigt Michael Dimor mit Ehefrau, Kurt-Willi Julius und Günter Maier bei einem Besuch im Jahre 2011 auf dem Hof der Vöhler Synagoge. Übrigens hat Michael Dimor das Leben seines in Vöhl geborenen Großvaters Moritz Mildenberg, der ab Mitte der 20er Jahre in Sachsenhausen lebte, in einem biographischen Roman unter dem Titel "Im Edertal" veröffentlicht, das im Buchhandel zu bekommen ist.
Kommentar


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Leider nicht direkt.
Sie können ihren Text bitte per E-Mail an "Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" senden.

Vielen Dank!
 

Mittwoch, 27. Januar 2021 #everynamecounts


Macht mit bei #everynamecounts!


© Arolsen Archives

Die Arolsen Archives rufen dazu auf, die Initiative #everynamecounts zu unterstützen:
Jeder kann Zeit spenden und helfen, Dokumente über Opfer des Nationalsozialismus zu digitalisieren. Einfach von zuhause. So entsteht ein digitales Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus.
Wir sind als Partner dabei und möchten den Arolsen Archives helfen: Bitte macht mit underinnert zum 27. Januar, dem internationalen Gedenktag für den Holocaust und die Opfer
des Nationalsozialismus, an die vielen Millionen Menschen, die vom Hitler-Regime zwischen 1933 und 1945 verfolgt und ermordet wurden.
Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus.
Sie bieten mit der Initiative #everynamecounts die Möglichkeit, mit einem Computer und einem Internet-Anschluss am größten digitalen Denkmal für die Opfer des nationalsozialistischen
Terror-Regimes mitzuarbeiten.
Und so geht’s:
Jede*r kann am 27. Januar (und auch danach) ein Zeichen gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus setzen:

© Arolsen Archives

• Daten von KZ-Dokumenten können auf einer Website (Crowdsourcing-Plattform Zooniverse) abgetippt und somit digital erfasst werden. Es ist ganz einfach! Auf der Website von Arolsen Archives erfahrt ihr, wie man das macht.
• Ob 10 Minuten oder 10 Stunden: Je mehr Menschen mitmachen und Zeit schenken, desto schneller tauchen alle Namen, die auf KZ-Dokumenten genannt sind, im Online-Archiv der Arolsen Archiven auf. Die Lebenswege können dann von Angehörigen und allen Interessierten weltweit online recherchiert werden.
 


Mit einer Medieninstallation über die gesamte Fassade der französischen Botschaft in Berlin wird das Projekts #everynamecounts in die Öffentlichkeit projiziert:
Die Installation von Urbanscreen, einem bekannten Künstlerkollektiv für interdisziplinäre Medienkunst, wird täglich vom 21. bis zum 27. Januar 2021 gezeigt, jeweils zwischen 17 und 22 Uhr.
Die digitale Veranstaltung ist ein guter Einstieg in das Projekt.



© Arolsen Archives



# Macht bitte mit!

© Arolsen Archives

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über NS-Verfolgung. Bis 2019 bekannt unter dem Namen "Internationaler Suchdienst" unter Leitung des Internationalen Komittee des  Roten Kreuzes.

Hier der Flyer: bitte klicken sie auf den Flyer!

 

Sonntag, 21. März 2021, 15 und 18 Uhr - Karolina Petrova


'Ich bin keine schwarze Tulpe'

Erinnerung an die französische Sängerin Barbara
in Texten und Chansons


Karolina Petrova
Foto: John Kanone

Hans-Richard Ludewig
Foto: Thomas Kruse
 
 
Ich singe mein Leben sagt die 1930 als Tochter jüdischer Emigranten in Paris geborene Barbara.

In Frankreich ist die gebürtige Pariserin aus der Reihe der Chansoninterpreten nicht wegzudenken, doch in Deutschland kennt man fast nur das Chanson “Göttingen”,
das sie bei einer Reise dorthin als Liebeserklärung an die Stadt schreibt und damit einen Beitrag für die Aussöhnung von Frankreich und Deutschland leistet.
Gemeinsam mit ihrem Pianisten Hans-Richard Ludewig ist es Karolina Petrova gelungen, ein einfühlsames Portrait über Barbara zu schaffen,
in dem sie anhand von Texten und Chansons, gesungen in Französisch und Deutsch, die Facetten dieser Persönlichkeit aufzeigt.

Ein sinnlicher Abend der berührt, betört, bewegt und entführt in eine Welt voller Melancholie, Eigensinn und Schönheit.
In die Welt von Barbara.

Sonntag, 28. März 2021, 14 Uhr, „Der Minnesänger mit dem Judenhut"


Lothars Liedertreff:

"Der Minnesänger mit dem Judenhut - Süßkind von Trimberg"

in Erinnerung an Hans Hegner
Master of the Codex Manesse (Additional Painter I), Public domain, via Wikimedia Commons


2011 fand in der Alten Synagoge Vöhl die Premiere eines Programms über den einzigen überlieferten jüdischen Minnesänger Süßkind von Trimberg statt, in der Hauptrolle Hans Hegner aus Berlin. Leider ist der Sänger 2017 verstorben, in seinem Nachlass fanden sich aber Tonaufnahmen aller Süßkind-Lieder und Texte. Da diese Aufnahmen künstlerisch und klanglich von hoher Qualität waren haben die musikalischen Weggefährten Hegners, Cosima Hoffmann, Ursel Peters und Dr. Lothar Jahn, 2020 mit einer Bearbeitung dieser Aufnahmen zur Erstellung einer CD begonnen. Für das Projekt konnten insgesamt 40 Musikerinnen und Musiker aus der Frühe-Musik-Szene gewonnen werden, die diese Aufnahme mit vielen wunderbaren Instrumenten und Stimmen ergänzten. Die drei Initiatoren werden nun am Ort der Premiere die Arbeit an dem Projekt im Rahmen der Musik-Talkshow "Lothars Liedertreff", die regelmäßig im Offenen Kanal Kassel ausgestrahlt wird, vorstellen. Die TV-Aufnahmen finden bewusst am stimmungsvollen Ort der Premiere in der Synagoge Vöhl statt. Es gibt Ausschnitte aus der CD, ein paar Videos der damaligen Aufführung, ein wenig Livemusik und Hintergrundinformationen zu Leben und Werk von Süßkind und Hans Hegner.


Fotos: Dr. Lothar Jahn; 1.10. 2011

Sonntag, 20. Juni 2021, 16 Uhr, Aquabella


169. Synagogenkonzert

Aquabella – Heimatlose Lieder

Foto: Aquabella

In ihrem aktuellen Programm "Heimatlose Lieder" beschäftigt sich AQUABELLA mit Sprachen, die drohen, in Vergessenheit zu geraten, mit Liedern aus Ländern, die es so nicht mehr gibt, mit Liedern von Menschen, die heimatlos geworden sind oder sich heimatlos fühlen und auch mit Liedern, die scheinbar überall zu Hause sind. Sie besingen die Hoffnungen und Sehnsüchte der Menschen, beschäftigen sich mit den ureigenen Fragen: Wo komme ich her? Wo gehöre ich hin?, welche sich in allen Völkern zu jeder Zeit wiederfinden. So interpretiert AQUABELLA u.a. das durch Ofra Haza berühmt gewordene Lied "Im nin alu“; ein im 17.Jhd. entstandenes hebräisches Gedicht, welches von den verbliebenen jemenitischen Juden bis heute als hoffnungsvolles Lied auf Hochzeiten gesungen wird. Sie lassen uns teilhaben an der Welt der Roma, die überall und nirgends auf der Welt zu Hause sind oder sie bringen Lieder zu Gehör, die weltweit unterwegs sind, wie das durch die Fußballweltmeisterschaft 2010 einmal um den Globus gewanderte Lied „Helele“. 2018 waren sie forschend in Taiwan unterwegs, unterrichteten den „Vox Nativa“, einen Chor des indigenen Bunun-Volkes und haben folgerichtig auch zwei wunderbare Lieder von dort mitgebracht, die im neuen Programm zu hören sind. AQUABELLA stellt sich auch dem eigenen Heimatgefühl und das in gewohnt ironischer Art und Weise. So wird der über die Landesgrenzen der DDR hinaus bekannt gewordene Hit "Farbfilm" von Nina Hagen ein Teil ihrer Spurensuche. Sie schauen dabei schlicht um die nächste Straßenecke in Berlin und in versteckte Nischen der Welt um Gemeinsames zu entdecken.   AQUABELLA gelten im Weltmusik-Bereich als das renommierteste weibliche Vokalensemble Deutschlands. Das seit über 20 Jahren bestehende Ensemble hat sich mit traditioneller Vokalmusik aus aller Welt ein einmaliges Repertoire in 20 Sprachen angeeignet und ist damit auf mittlerweile über 700 Konzerten im In- und Ausland unterwegs. AQUABELLA ist ein Ensemble aus 5 Solistinnen, die ihre individuellen Stimmfarben und Charaktere in einen harmonischen Gesamtklang bringen. Sie präsentieren die faszinierende weibliche Seite der vokalen Weltmusik. Wunderbar leicht entströmen ihren Kehlen ungewöhnliche Vokaltechniken und ihre künstlerische Unterschiedlichkeit vereinen sie zu einer perfekten Vokalharmonie. So kommen die Qualitäten jeder einzelnen Aquabelle zum Ausdruck. Die Schauspielausbildungen von Bettina Stäbert, Erika Spalke, Maria Thomaschke und Elisabeth Sutterlüty wird für die perfekte Bühnenshow genutzt, die in Südafrika verbrachte Kindheit der Diplomsängerin Nadja Dehn ist Quelle immer neuer wundervoller afrikanischer Lieder, das Studium des Jazzgesanges von Anett Levander und Nina Rotner spiegeln sich in gekonnten Improvisationen wider, und Nina Rotner aus Slowenien stammend, bereichert das Ensemble zusätzlich mit den Liedern ihrer Kultur.
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