Genisa in der Synagoge

Siddur, Gebetbuch mit vollständigen Einband. Titelblatt verloren. Hebräisch. 18x11x2cm. Name des Eigentümers im vorderen Deckel nicht lesbar. Der hintere Deckel (siehe Foto) trägt vermutlich Namen naher Angehöriger, um diese im Gebet zu nennen.

 

Siddur, Gebetbuch nur mit vorderen Deckel. Der Eigentümer war Sigmund Lazarus aus Vöhl. Hebräisch. 18x11x1,5cm. Verlag Lehrberger, 1881, Rödelheim.

 

Siddur, Gebetbuch ohne Einband und Frontblatt. 20x12x2cm. Hebräisch - Deutsch.

 

Gut erhaltene Siddurim, Gebetbücher zu jüdischen Festen. Hebräisch - Deutsch. 1892 und 1898, Lehrberger, Frankfurt. 20x13x2cm. Die Funde aus der Genisa haben ursprünglich so ausgesehen.  Führender Verlag zu dieser Zeit war die Firma Lehrberger - Verlag und Druckerei in Rödelheim, Frankfurt am Main. Nachdem zunächst der Verlag Dr. Felix Kauffmann – Hebrew Publishing Co., in New York das Programm übernommen hatte, wurde der Nachfolger der Verlag Victor Goldschmidt in Basel, wo die Gebetbücher unter dem Schlagwort "Rödelheimer Ausgabe" heute noch ist. Die fünf Bücher sind ein Geschenk der Jüdischen Gemeinde Marburg.

 

Fünf Bücher Moses in Jiddischer Sprache in hebräischer Schrift. Einband und Titelblatt fehlen. 20x17x5cm. Das Buch ist mit mehreren Holzschnitten bebildert. In Folge des 1. Weltkriegs wurden Juden aus Polen vertrieben und kamen nach Deutschland. Die meisten dieser Personen sprachen Jiddisch.

 

Gebetbuch zu Pessach. Ohne Einband und Titelblatt, Hebräisch. 16x18x?cm.

 

"Der Aharonsstab", Predigtvorlagen für Rabbiner zu den fünf Büchern Moses. Prag, 1861. Deutsch. Fehlt der Einband? Links gebunden. 23x15x?cm

 

Einzelnes Blatt eines deutschen Schulbuchs. Die Aufgaben für die Schüler/innen sind in kleinerer Schrift. 18x12cm

 

Fünf Bücher Moses in "Taschenbuch-Format". Ohne Einband und Titelblatt. Hebräisch, 12x8x3cm. Schenkung aus Korbach

 

Gebetbuch zum Neuen Jahr, Rosch ha-Schana, ohne Einband und Titelblatt. Hebräisch. 21x14x3cm. Schenkung aus Korbach

 

Eine Geniza, Genisa (Lager, Depot, Speicher) dient zur Aufbewahrung verbrauchter jüdischer liturgischer Schriften. In der Vöhler Synagoge wurde der Dachboden dafür benutzt. Hier wurden Texte, die man nicht mehr benutzte, verschlossen abgelegt. Sie dürfen nicht einfach weggeworfen werden. Im Jahre 1999 wurde die Genisa von Jürgen Evers gefunden.

Fast alle Text sind Druckschriften in hebräischer Schrift - teilweise durch deutsche Übersetzung ergänzt. Drei Gebetbücher, eine Ausgabe der 5 Bücher Moses, eine Predigt-Sammlung und ein Pessachbuch sind noch zu erkennen. Eine Schrift, die 5 Bücher Moses- ist in Jiddisch verfasst - geschrieben mit hebräischen Buchstaben. Ein Blatt ist in Deutsch: es war Teil eines Schulbuchs.

Ein Gebetbuch und ein "Taschenbuch" der 5 Bücher Moses sind eine Spende von S. Aramanovich aus Korbach und nicht Teil der Genisa.

Alle Angaben sind mit der freundlichen Unterstützung von Herrn Beni Pollak, Lehrer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen erstellt.

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