Station 06: Chanukka und Chanukkaleuchter

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Der Chanukkaleuchter sieht ganz ähnlich aus, wie die Menora. Allerdings hat dieser neun Arme. Einer davon wird als „Diener“ bezeichnet. Mit diesem werden die anderen Arme angezündet. Jeden Tag einer mehr, es ist also ganz ähnlich wie bei Christen der Adventskranz, nur, dass hier jeden Tag ein Licht mehr leuchtet. Wenn alle acht Lichter brennen ist Chanukka - mein Lieblingsfest im Jahr. An diesem Tag erinnern wir uns an die Befreiung unseres Volkes von griechischen Eroberern und ein Lichtwunder, was vor über 2000 Jahren passiert ist. Da wurde nämlich der Tempel von den griechischen Besatzern zurückerobert und wieder eingeweiht, woher auch der Name für das Fest stammt: „Chanukka“ ist hebräisch für Einweihung. Die Menschen wollten dazu die Menora entzünden, konnten aber nur ein kleines Fläschchen Öl finden, was eigentlich noch nicht einmal für einen Tag gereicht hätte. Wie durch ein Wunder hielt es sogar ganze acht Tage, weswegen wir heute noch an dieses Ereignis erinnern.

Chanukka liegt auch im Winter, aber anders als man es von Weihnachten kennt, bekommen wir an dem Tag kein schulfrei. Auch meine Eltern müssen zur Arbeit gehen. Trotzdem feiern wir morgens und abends in Gottesdiensten das Lichterfest. Abends treffen wir uns mit Freunden und Familie und essen Frittiertes wie z. B. Kartoffelpuffer, Kreppel, Pfannkuchen oder andere in Öl gebratene Speisen, da auch hier wieder das Öl an das Lichterwunder erinnert. Ich kann das Ende des Essens meistens gar nicht richtig abwarten, da wir danach mit unseren Cousins und Cousinen mit einem sogenannten „Dreidel“ um Süßigkeiten spielen. Ein Dreidel ist ein kleiner Kreisel mit vier Seiten, auf dem die verschiedenen hebräischen Worte stehen, die den Satz: Ein großes Wunder geschah dort (also in Jerusalem)“ bilden.

Neben Chanukka gibt es noch ein weiteres großes Fest bei uns im Judentum. Was wir da feiern erfährst du an Station sieben im ersten Stock.

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